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Eine dreiteilige Reihe zur Entwicklung und zum Stand der Pressefreiheit – Teil I

 

Unabhängiger Journalismus, das für viele Menschen für selbstverständlich hingenommene Recht, ihre Meinung zu äußern, ist die Errungenschaft eines langen Kampfes des Volkes gegen totalitären Herrschern um Macht. Es verleiht deren, die nicht mit den Zuständen in der Gesellschaft einverstanden sind, eine Stimme und deckt Missstände auf.

Pressefreiheit weltweit 2013

Quelle: RSF/ROG reporter-ohne-grenzen.de

Römer und Griechen erachteten das Recht auf freie Meinungsäußerung als selbstverständlich. Es bedurfte keinerlei zusätzlicher Gesetzgebung, um dieses Recht zu garantieren. Erst 324 n.Chr. führte der römische Kaiser Konstantin erste Gesetze ein, die die Meinungsfreiheit einschränkten. Um so mehr die Herrscher sich von der Kritik, die ihnen durch Wort und Schrift entgegengebracht wurde, in ihrer Macht beschnitten fühlten, desto schärfer wurden die Gesetze und die Zensur.

 

 

 

Heutzutage ist es im Grundsatz nicht anders. Extreme Beispiele wie Nordkorea, Iran, China, Saudi-Arabien oder Syrien zeigen uns, wie schwierig die Situation für Journalisten weltweit ist, um uns zu berichten, was in der Welt geschieht und die schrecklichen Zustände, die viele Menschen ertragen müssen, vor Augen zu führen. Diktatoren möchten ihre Macht nicht abgeben und ihrem Volk die Entscheidung überlassen, wohin ihr Land steuert.

Der Bericht der Reporter ohne Grenzen für das Jahr 2013 offenbarte, dass Deutschland zwar immer noch ein guter Platz für unabhängigen Journalismus ist, jedoch die immer kleiner werdende Zahl an Zeitungen mit Vollredaktion und die zunehmenden Investitionen der Unternehmen in PR- und Lobbyarbeit die Meinungsvielfalt bedrohen. Zudem werden kritische Berichterstatter zunehmend von radikalen Gruppen bedroht. Die ist eine bedenkliche Entwicklung, die auch mit der großen schweigenden Mehrheit in unserer Wohlstandsgesellschaft zu tun hat. Es geht nicht darum, gegen jeden und wegen allem auf die Straße zu gehen, wohl aber darum, für Grundwerte wie kulturelle Vielfalt und Toleranz einzustehen.

Viele äußern ihre Meinung nicht, um Kritik zu vermeiden und nicht negativ aufzufallen. Doch genau das führt dazu, dass am Ende nur wenige die Kontrolle über das, was wir lesen, hören und sehen, haben. Da kommt das Internet ins Spiel. Die arabische Revolution ist DAS Beispiel dafür, wie das Internet heute als Hilfsmittel zur informationellen Selbstbestimmung und der Sprengung finanzieller Ketten des Journalismus helfen kann.

Wie organisierten sich die Menschen in den arabischen Ländern, um gegen das Regime zu protestieren? Welche Quellen nutzten Journalisten, um objektiv berichten zu können? Und und und…. mehr darüber könnt ihr bald im nächsten Teil erfahren.

von Santiago Reinbold

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