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Der Telegraph

 

Der Zeigertelegraf

Der Zeigertelegraf

Werner von Siemens gelang es in der Entwicklung des Telegraphenwesens einen Meilenstein zu setzen. Neben der Einführung des Eisenbahnwesens und den Veränderungen in der Schwerindustrie war diese Entwicklung eines der wichtigsten Merkmale der Industrialisierung. Die Telegraphie schuf eine Grundlage für die wachsende internationale Verflechtung. Der erste Zeigertelegraph wurde bereits 1839 durch Charles Wheatstone konstruiert, bei dem der Zeiger vor einer Zeichenscheibe durch die Benutzung eines Elektromagneten schrittweise bewegt worden konnte.Im Jahr 1846 entwickelte Werner von Siemens den Zeigertelepgraphen weiter, der in Zusammenarbeit mit Johann Georg Halske industriell hergestellt wurde. Die Funktionsweise eines solchen Zeigertelegraphen war somit durchaus unkomplizierter. Die Nachricht musste nicht mehr ins Morsealphabet kodiert werden. Jede der 30 Tasten der Nummernscheibe wurde mit einem Buchstaben des Alphabets versehen. Außerdem wurde kein Uhrwerk mehr verwendet, sondern ein Schrittmotor, der durch einen elektromagnetischen Stromerzeuger mit Strom versorgt wurde, um den Zeiger rotieren zu lassen. Diese Rotierung gewährleistete eine Synchronisierung der Sender- und Empfängergeräte. Der Zeigertelegraph gilt als Vorläufer des Fernschreibers und des Telefaxgeräts. Der Zeigetelegraf revolutionierte die Kommunikationstechnik, da im Gegensatz zum Morse-Telegrafen auch Laien Texte übermitteln konnten.

 

 

Der elektrische Generator

 

 

Siemens liefert 1885 die Dynamomaschinen für die erste deutsche Gleichstromdampfzentrale

Siemens liefert 1885 die Dynamomaschinen für die erste deutsche Gleichstromdampfzentrale

Werner von Siemens, der bereits als Industrieller erfolgreich gewesen war, kümmerte sich nun mit Nachdruck um die Weiterentwicklung der elektrischen Energietechnik. So nutze er für die Verbesserungen bereits elektrisch betriebener Maschinen, die jedoch eine externe Stromquelle benötigten, damit sie Strom liefern konnten. 1867 stellte Werner von Siemens sein Verbessertes Modell vor. Damit ermöglichte er die kostengünstige und flexible Erzeugung von Strom und begründete er die Starkstromtechnik. Elektrische Generatoren arbeiten mit einem Magnetfeld. Anfangs nutzte man dafür Eisenmagnete, die jedoch aufgrund ihrer Größe und ihr Gewicht der großtechnischen Elektrizitätserzeugung im Weg standen. Von Siemens entwickelte eine kleine elektromagnetische Maschine ohne Batterie und permanente Magnete, die sich in einer Richtung ohne allen Kraftaufwand in jeder Geschwindigkeit drehen ließ. Dabei wurde so ein starker elektrischer Strom erzeugt, dass deren Drahtwindungen sich schnell erhitzen. Der Magnetismus des Elektromagneten verstärkte sich, indem ein Teil des vom Generator erzeugten Stroms zurückgeführt wurde. Der Elektromagnet erreichte somit seine maximale Feldstärke, da eine höhere Stromzulieferung vorlag. Nur vor der allerersten Benutzung musste die Dynamomaschine kurz an eine Batterie angeschlossen werden. Ein schwaches Magnetfeld im Elektromagnet sorgte nach dem Ausschalten der Maschine dafür, dass der Strom für den nächsten Start ausreichend war.Die Leistung eines elektrischen Generators lässt sich durch die Gleichung Pel = Pmech – Pvbeschreiben. Dabei ist Peldie erzeugte elektrische Leistung. Die zugeführte mechanische Leistung wird durch Pmech dargestellt und Pv ist die Verlustleistung. Das Phänomen, dass sich das Magnetfeld durch den erzeugten Strom selbst verstärkt ist noch heute als das “dynamo-elektrische Prinzip” bekannt.

 

von Ebru Kartalcik

 

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