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Elektromobilität. Teil II

Als die Geburtsstunde des Automobils wird im Normalfall das Jahr 1886 genannt, das Jahr in dem Karl Benz ein Patent für die Konstruktion eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor anmeldete. Bis sich dieser Motor als Antriebsquelle jedoch durchsetzte, verging noch viel Zeit. Zunächst dominierten Elektroautos weiterhin das Straßenbild Europas und Amerikas.

Lohner-Porsche © Wikipedia

Lohner-Porsche © Wikipedia

Alle renommierten Hersteller versuchen sich am Bau von Elektroautos und suchen Möglichkeiten diese noch effizienter und die Batterie leichter zu machen. Ein wohldefinierten Ziel von einer Million E-Autos in Deutschland bis 2020 vor Augen. Blickt man nun jedoch 130 Jahre in der Geschichte zurück, dann sieht man, dass es das schon gab. Überall in Europa und Amerika fuhren Elektroautos. Im Jahr 1900 entwickelten Ludwig Lohner und Ferdinand Porsche zusammen den Elektrosportwagen Lohner-Porsche mit Allradantrieb. Nur zwei Jahre zuvor baute der Maschinenfabrikant A. Flocken das vermutlich erste Elektroauto, nach heutiger Definition eines Kraftwagens. Der Flocken Elektrowagen wog inklusive Batterie um die 450 Kilo und hatte eine Motorenleistung von ca. einem Watt. Ein Jahr später durchbrach dein Elektroauto die 100 km/h Marke. Der „La Jamais Contente“ (frz. Die nie Zufriedene) wurde konstruiert und gefahren von belgischenIngenieur und Rennfahrer Camille Jenatzy.Französische Zeitungen verbreiteten, dass sich der Name auf auf Jenatzys Ehefrau zurückführen lässt.

Die Vorteile Elektroautos erkannten Zeitgenössische Journalisten frühzeitig, so schrieb der Journalist Baudry de Sanier im Jahr 1900: „Der geräuschlose Motor ist der reinlichste, geschmeidigste, den man sich nur wünschen kann. Er verbreitet weder einen üblen Geruch, noch lässt er weiße oder schwarze Rauchwolken als unangenehme Zeichen seiner Gegenwart am rückwärtigen Teile des Gefährtes zurück.“ Aber auch Sanier erkannt schon die größte Schwäche des E-Autos, die Batterie. Immer noch stellt die Batterie den größten Schwachpunkt bei Stromern dar und teuersten Kostenpunkt. Die Akkus, so urteilte Journalist Sanier, liefern trotz eines großen Volumens und Gewichts nur sehr wenig und bloß für kurze Zeit elektrischen Strom.

Elektroautos waren den Benzinern, in damaliger Zeit, hauptsächlich durch die leichtere Handhabung voraus. Dies änderte sich jedoch schlagartig durch die Erfindung des elektrischen Anlassers. Durch diese musste nun der Benziner zum Starten nicht mehr Angekurbelt werden, womit die leichter Handhabung des E-Mobils wegfällt. Danach setzte sich der Trend rasant fort, beeinflusst durch die nun verlängerte Reichweite und den billigen Kraftstoff.

Seit den 1990er Jahren erleben Elektromobile eine neue Renaissance.
 
von Nathanael Meyer

Teil 1

Teil 3

 

Ich bin der Gründer und Chefredakteur von PolTec-Magazin und Student an der Technischen Hochschule Nürnberg GSO im Fach Technikjournalismus und Technik-PR (seit dem Wintersemester 12/13).
Gerne folgt mir auch auf meinen sozialen Kanälen 🙂
Ich bin der Gründer und Chefredakteur von PolTec-Magazin und Student an der Technischen Hochschule Nürnberg GSO im Fach Technikjournalismus und Technik-PR (seit dem Wintersemester 12/13). Gerne folgt mir auch auf meinen sozialen Kanälen :)

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