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Tausende Erstsemester werden in den kommenden Tagen an den Hochschulen Deutschlands erwartet, für viele ihr Erststudium. Da hat man viele Fragen, kaum jemand kennt sich wirklich aus. Auch beim Bundesausbildungsförderungsgesetz (kurz BAFöG) ist Vieles ungewiss. Ein Artikel für alle Erstsemester.

Ein Gastbeitrag von Thomas Freud

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Damit auch junge Menschen aus einkommensschwachen Familien eine Chance haben, Studium und Ausbildung zu finanzieren, können sie in Deutschland das sogennante BAföG beantragen. Auch Schüler, die an der Abendschule einen Realschulabschluss oder das Abitur nachholen möchten und dafür finanzielle Unterstützung benötigen, können diese staatliche Förderung in Anspruch nehmen.

Voraussetzungen für Schüler und Studenten

Die Bestimmungen darüber, wer für wie lange und in welcher Höhe BAföG beziehen kann, sind komplex und sollten daher unbedingt rechtzeitig und auf die persönlichen Umstände bezogen recherchiert werden. Erste Anlaufstelle ist hier das jeweils zuständige Amt für Ausbildungsförderung, dessen Sitz über die jeweilige Stadtverwaltung erfragt werden kann. Grundlegende Voraussetzungen sind unter anderem die deutsche Staatsangehörigkeit, die Art der Ausbildung und die Einkommensverhältnisse der Eltern.

TU Berlin (c) wikimedia / Nikolai Schwerg / CC BY-SA 3.0

TU Berlin (c) wikimedia / Nikolai Schwerg / CC BY-SA 3.0

Gefördert werden Erstausbildungen im Rahmen eines Hochschulstudiums, der Besuch einer Fachschule oder das Erwerben eines Schulabschlusses. Azubis in betrieblichen Ausbildungen hingegen haben kein Recht auf staatliche Unterstützung in Form des Bundesausbildungsförderungsgesetzes. In Deutschland müssen die Eltern per Gesetz für die Erstausbildung ihrer Kinder aufkommen. Ist ihnen das nicht möglich, etwa weil sie arbeitslos sind oder ein geringes Einkommen haben, kann die Ausbildungsförderung beantragt werden, wobei die entsprechenden Einkommensnachweise bei der Antragsstellung einzureichen sind.

Auszahlung und Rückzahlung

Wird BAföG bewilligt, erfolgt die Auszahlung monatlich über einen festgelegten Zeitraum und muss wie jedes Darlehen zu einem späteren Zeitpunkt zumindest teilweise zurückbezahlt werden. Von der Rückzahlung ausgenommen ist meist das Schüler-BAföG, da dies normalerweise als Vollzuschuss bewilligt wird. Wer sein Studium mithilfe der Ausbildungsförderung finanziert, zahlt im Normalfall die Hälfte der erhaltenen Gesamtsumme zurück. Dafür sieht der Staat einen Zeitraum von 20 Jahren vor, wobei eine schnellere Rückzahlung möglich ist. Studenten die ihr Studium überdurchschnittlich abschließen, sind von der Tilgung ausgeschlossen. Sie bekommen das BAFöG, aufgrund ihrer Leistung, geschenkt.

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  1. Sieratzki Witold-Pawel Antworten

    Wenn ein Kind bei einer Prüfung durchgefallen ist und ein zweiten Beruf über Bafög erlernt,wieder Bafög beantragt und bewilligt bekommt,bis zu welchen Alter müssen Eltern dazu bezahlen?Wer weis bescheid?

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