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Nach Einschätzung des US-Amerikanischen Geheimdienstes wurden in Syrien geringe Menge des Giftgases Sarin eingesetzt. Von der UNO als Massenvernichtungswaffen deklariert und mit der Chemiewaffenkonvention seit 1993 verboten, löst das nach seinen Entwicklern benannte Gas, schon in kleinsten Mengen, verheerende Schäden im menschlichen Körper an.

 

Schon vor dem zweiten Weltkrieg wurde Sarin, von einer Forschungsgruppe um den Chemiker Gerhard Schrader als Insektenvernichtungsmittel entwickelt. Doch da diese Substanz auch als Massenvernichtungswaffen genutzt werden kann, passte schon der NS-Führung gut ins Konzept. Obwohl schon in Tonnen produziert, kam der geschmacks-, geruchs- und farblose Tod nicht zum Einsatz. In hohen Mengen wurde das Nervengift erstmals im ersten Golfkrieg, von Saddam Hussein, eingesetzt. Bei der Giftgasattacke auf die Stadt Halabdscha starben etwa 5000 irakische Kurden.

Nervenkampfstoffe wie Sarin können über die ganze Haut insbesondere aber Augen, Mund und Atemorgane aufgenommen werden. Effektiven Schutz bieten somit nur ein

Ganzkörper-Schutzanzug. Nach der Aufnahme von Sarin im menschlichen Körper kommt es zu verschiedenen Symptomen. Anfänglich führt es zu Sehschwächen und Pupillenverengung welches dann in Muskelzucken, Krämpfe und Schweißausbrüche übergeht. Ist die Vergiftung im Körper fortgeschritten kommt es zur Bewusstlosigkeit da das Hirn sowie die Organe nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden (zentrale und periphere Atemlähmung). Dies führt dann zum Tod.

Die Behandlung von Betroffenen ist äußerst schwierig, da sich das Sarin nicht oder wenn nur sehr langsam vom blockierten Enzym lösen lässt. Ähnliche Wirkungen wie die des Sarins zeigt sich auch bei dem sogenannten „Schwiegermuttergift“ (E605) wobei Sarin jedoch 1000-fach wirksamer und somit auch toxischer ist.

Eine weitere Gefahr dieses chemischen Kampfstoffes ist die leichte Handhabung, so lässt es sich bei Bedarf ,kurz vor dem Einsatz, aus zwei Komponenten mischen. Neben Despoten wie Hussein oder Assad griffen auch schon terroristische Organisationen auf diesen Kampfstoff zurück. Mitte der Neunziger Jahre starben, bei den Attentaten durch die Aum-Sekte in Japan knapp 20 Menschen und hunderte weitere wurden teils schwer verletzt. Problematisch war dabei, dass viele Betroffene das Gift ,zum Beispiel über die Kleidung, weiter verteilten.

Inwieweit das Assad-Regime nun chemische Kampfstoffe unter ihnen Sarin eingesetzt hat ist nicht vollständig nachgewiesen. Doch sollte sich am Ende herausstellen, dass Assad wie es die Israelis bekräftigen Sarin eingesetzt hat, könnte die „rote Linie“ Obamas damit überschritten sein. „Assad hat in den vergangenen Wochen mehrmals Sarin-Gas gegen Rebellen eingesetzt“, sagte General Itai Brun, Leiter der Analyse-Abteilung des israelischen Militärgeheimdienstes am Dienstag bei einer Konferenz des Instituts für nationale Sicherheitsstudien (INSS)“ berichtete Spiegel Online.

von Nathanael Meyer

 

Ich bin der Gründer und Chefredakteur von PolTec-Magazin und Student an der Technischen Hochschule Nürnberg GSO im Fach Technikjournalismus und Technik-PR (seit dem Wintersemester 12/13).
Gerne folgt mir auch auf meinen sozialen Kanälen 🙂
Ich bin der Gründer und Chefredakteur von PolTec-Magazin und Student an der Technischen Hochschule Nürnberg GSO im Fach Technikjournalismus und Technik-PR (seit dem Wintersemester 12/13). Gerne folgt mir auch auf meinen sozialen Kanälen :)

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