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Patriot Raketen

Patriot Raketen

Der Konflikt zwischen Russland und den USA verschärft sich. Grund ist die Raketenabwehr der NATO. Auf einer Pressekonferenz nahm nun Russlands Premier Putin Stellung, zu den Gerüchten, einer Installation von Iskander-Raketen in Polen. Wladimir Putin erklärte in dieser Rede, die Möglichkeit selbst ein Raketenabwehrschirm in Kaliningrad (600km von Berlin) zu errichten. Denn dies, so Putin, wäre die logische Antwort auf das US-EU Programm.

 Damals: Der Plan

Der Plan eines Raketenabwehrschilds stammt noch aus der Zeit von US-Präsident Georg W. Bush. Zweck des „National Missle Defense“ (kurz NMD) ist es, anfliegende Interkontinentalraketen frühzeitig zu erkennen und zu eliminieren. Dies soll unter anderem durch satellitengestützte Überwachung funktionieren. Als Gefahrenherde wurden die Waffensysteme von Ländern wie Iran und Nordkorea deklariert. In den alten Plänen des US-Präsident Busch spielten Standorte in Polen und Tschechien eine zentrale Rolle, doch im September 2009 kündigte Präsident Barack Obama einen Richtungswechsel an. So sollen seegestützte Abfangraketen die für Polen vorgesehenen Systeme ersetzen. Eine geplante Radarstation in Tschechien wird gar nicht erst in Betrieb gehen.

 

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Heute: Der Konflikt

Diese Pläne wurden schon von Beginn an heftig von russischer und chinesischer Seite kritisiert. So warnen sie unter anderem vor einem globalen, neuen Wettrüsten mit Weltraumtechnologie. Immer wieder kritisiert Putin, dass dieser Schutzschild nicht defensiv sondern offensive sei und sich eindeutig gegen Russland richtet. Bereits 2007 auf einer Konferenz in München drückte es Wladimir Putin so aus:

 „Das bedeutet, dass die NATO ihre Stoßkräfte immer dichter an unsere Staatsgrenzen heranbringt… …es ist offensichtlich, dass der Prozess der NATO-Erweiterung keinerlei Bezug zur Modernisierung der Allianz selbst oder zur Gewährleistung der Sicherheit in Europa hat. Im Gegenteil, das ist ein provozierender Faktor, der das Niveau des gegenseitigen Vertrauens senkt. Nun haben wir das Recht zu fragen: Gegen wen richtet sich diese Erweiterung? Und was ist aus jenen Versicherungen geworden, die uns die westlichen Partner nach dem Zerfall des Warschauer Vertrages gegeben haben?“

NATO Patriot Rakten, der Bundeswehr

NATO Patriot Rakten, der Bundeswehr

Dabei machte Barack Obama 2010 ein verlockendes Angebot in Richtung Russland und Europa. So verkündete er, dass bis 2018 alle NATO-Staaten in den Raketenschirm einbezogen werden sollen. Darüber hinaus wurde auch Moskau von Washington zur Beteiligung an dem Schutzschirm eingeladen.

Doch mittlerweile scheint eine Partizipation Russlands mehr als fraglich. Durch gegenseitiges Verunglimpfen haben sich die Spannungen zwischen den beiden Staaten hochgeschaukelt. So scheint es wenig verwunderlich, dass Putin nun selbst mit dem Gedanken spielt, Iskander-Raketen in Kaliningrad aufzustellen. Dass dies bei weitem keine der intelligentesten Maßnahmen ist, um den Ost-West Konflikt zu lösen, ist eindeutig.

von Nathanael Meyer

 

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Ich bin der Gründer und Chefredakteur von PolTec-Magazin und Student an der Technischen Hochschule Nürnberg GSO im Fach Technikjournalismus und Technik-PR (seit dem Wintersemester 12/13).
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