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Sie lacht den Kindern entgegen. Gezeichnet und animiert. Die erste Frau, die für eine Entdeckung in der Physik einen Nobelpreis erhielt. Und die einzige Frau mit zwei Nobelpreisen: In Physik und Chemie. Marie Curie. Doch bis dahin war es ein harter und steiniger Weg für die Dame der Radioaktivität.

Der Weg Marie Curies, geborene Maria Sklodowska, war jedoch kein leichter. Immer von ihrem Wissensdurst geleitet, arbeitete sie hart und diszipliniert, um ihre Träume zu verwirklichen. Nur das Interesse an der Mathematik und Physik wurde ihr in die Wiege gelegt. Ihr Vater unterrichtet diese Fächer am Gymnasium. Im Laufe der Zeit erfuhr die kleine Maria, dass alle geheimnisvollen Gegenstände ihres Vaters physikalische Geräte waren. Ihre Bezeichnungen merkte sie sich sehr gut.

In der Schule bildete sich ein Charakterzug schon früh heraus: Die Fähigkeit, in schwierigen Situationen richtig und bedacht zu handeln und einen kühlen Kopf zu bewahren. Im Pensionat wurden zum normalen Unterricht illegal die polnische Sprache und Geschichte gelehrt. Bei stichprobenartigen Test des Regimes sollten aber die Namen der Herrschenden und ihre Familienverhältnisse und Ahnen präsentiert werden. Maria lehnte die innerliche Verstellung und Verlogenheit ab, zu der sie die Vernunft zwang. Das alles passierte in einer Zeit echter Katastrophen und Unglücken. Bronislawa Sklodowska starb an Tuberkulose. Der Vater verlor kurz darauf seinen Posten als Unterinspektor am Gymnasium. Nach einer Fehlinvestition zog die Familie oft um, was sämtliche Ersparnisse verschlang. 1883 schloss Marie trotz aller Widrigkeiten das Regierungsgymnasium mit goldener Auszeichnung ab. 1884 normalisierte sich die finanzielle Situation der Familie. Im gleichen Jahr nahm Maria, in Begleitung ihrer Schwestern Bronia und Hela, an den Vorlesungen der „Fliegenden Universität“ teil. Eine Einrichtung, die die Lücken und Fehler der polnischen Hochschulen zu füllen begann. Maria stand der Zusammenarbeit dennoch kritisch gegenüber. So schrieb sie: „Man kann nämlich nicht hoffen, die Welt zum Besseren zu wenden, wenn sich der Einzelne nicht zum Besseren wendet.“

Sie ließ sich ihr Leben lang vom gesellschaftlichen Interesse leiten und blieb eine glühende Patriotistin. Da man in Polen keine Frauen zum Studium zuließ, begann sie an Sorbonne in Frankreich zu denken. Zuerst sollte aber der Traum ihrer Schwester wahr werden. Bronia wollte in Paris Medizin studieren. Maria ermöglichte ihr diesen Wunsch, indem sie ihr immer wieder Geld zusandte.

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