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Berkut-Sondereinheit / wikimedia commons (c) Ivan Bandura

Berkut-Sondereinheit / wikimedia commons (c) Ivan Bandura

Sie galten als Janukowitschs loyalste Anhänger. Bis zuletzt verteidigten sie Janukowitschs Regierung gegen wachsende Revolution im Land, und das oftmals sehr gewaltsam. Sie werden für viele blutige Auseinandersetzungen und Tote bei Protestaktionen verantwortlich gemacht. Jetzt wurden sie von Ukraines Übergangsregierung offiziell aufgelöst. Doch sie haben auch viele Anhänger und Befürworter im Land.

Bläulich gefleckte Tarnanzüge, gepanzerte Einsatzwagen und Schnellfeuerwaffen. Die Berkut-Spezialeinheit – Berkut bedeutet übersetzt Steinadler – war leicht von Polizisten und anderen Einsatzgruppen zu unterscheiden. Mit Tränengas, Gummigeschossen und Knüppel gingen sie gegen die Demonstranten vor. Zuletzt sollen sie sogar mit scharfer Munition gegen die Menschenmengen vorgegangen sein. Jetzt wurden sie von Ukraines derzeitigen Innenminister Arsenij Awakow offiziell aufgelöst. Einige von ihnen sollen vor Gericht gestellt werden.

Wie der Spiegel berichtete, bat die ehemalige Spezialeinheit um Vergebung für ihr Scheitern im Einsatz gegen die „Faschisten, die (sie) nicht aufhalten konnten“. Dabei sind vor allem die Demonstranten bei den Protestaktionen auf dem Maidan gemeint, unter denen sich auch viele Nationalisten und Rechtsgerichtete befanden. Sie selbst sehen sich als Verteidiger gegen den „faschistischen Umsturz“.

Diese Ansicht teilen auch viele Menschen auf der ukrainischen Halbinsel Krim. Laut Sewastopols Bürgermeister Alexej Tschalij haben sich die Leute der Berkut-Einheit als „wahre Männer erwiesen“. Er bot ihnen eine neue Beschäftigungsmöglichkeit an. So werden sie möglicherweise  bald ihre Tätigkeit in einer neuen Krim-Miliz wieder aufnehmen.

 

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