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Simon fährt durch einen Tunnel

Georg und Simon sollen in Zukunft Menschenleben retten. Sie sollen schwer zugängliches Gelände, bedingt durch radioaktiver Strahlung oder Feuer meistern und dabei mögliche Überlebende suchen. Das Besondere: Georg und Simon sind keine Menschen, sie sind Roboter.

Entwickelt wurden Georg und Simon vom Team „AutonOHM“ unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan May an der TH Nürnberg. Das Projekt „Georg“ startete 2011, um das trockene Thema Robotik im Studiengang interessanter zu gestalten. „Wir haben eine Anwendung für das Thema Robotik an der Hochschule gesucht, womit man die Studenten begeistern kann“, erläutert Teamleiter Christian Pfitzner die Hintergründe.

Ziel ist es, mithilfe der Roboter Einsatzkräften die Arbeit zu erleichtern und Menschenleben zu retten. So können sie in Bereichen eingesetzt werden, die für die Einsatzkräfte zu gefährlich sind, um nach Überlebenden zu suchen. Dafür sind sowohl Georg als auch Simon mit verschiedenen Sensoren und Kameras ausgestattet: Sensoren für Rauch, Gas und  CO2, Mikrophone, Ultraschall, Lampen, Thermokameras und Farbkameras. Sie können so ihre Umgebung abfahren und dabei genau scannen. Dabei erstellen sie eine Karte, auf der ihr Fahrweg, die Umgebung und – am wichtigsten – die Position der Opfer genau markiert werden.

Karte, die von den Robotern bei der Fahrt durch einen Parkour erstellt wurde. (c) Team AutonOHM

Karte, die von den Robotern bei der Fahrt durch einen Parkour erstellt wurde. (c) Team AutonOHM

Dabei konnte das  „AutonOHM“-Entwicklerteam mit Georg schon erste Erfolge erzielen. Bei den deutschen Meisterschaften der Rettungsrobotik, die RoboCup Rescue German Open, wurden sie letztes Jahr bereits Vizemeister. „Wir sind mit relativ niedriger Erwartungshaltung hingefahren und sind dann, ohne es zu ahnen direkt ins Finale gekommen und auf dem zweiten Platz gelandet“, erinnert sich Christian Pfitzner.

Beim RoboCup müssen die Roboter ein simuliertes Katastrophenszenario, dargestellt in Form eines Parkours, bewältigen. Die Karten, die die Roboter dabei von ihrer Umgebung anfertigen, werden anschließend bewertet. Für das Finden von „Opfern“, dargestellt mithilfe einer Puppe und eines Heizkissens, und das Erkennen von Gefahrensymbolen gibt es Punkte.

Im Moment befindet sich das Team in den letzten Vorbereitungen für die RoboCup Rescue German Open 2014, die Anfang April in Magdeburg stattfindet. Dieses Jahr ist zum ersten Mal Simon mit dabei. „Dieses Jahr gehen zum ersten Mal beide an den Start“, erklärt Prof. Dr. Stefan May. „Die Besonderheit dabei ist, dass nur einer ferngesteuert wird, der andere komplett autonom gesteuert werden muss.“ Das bedeutet, dass sich Georg komplett automatisch durch den Parkour bewegen wird, während Simon ferngesteuert wird. Trotzdem hofft Prof. Dr. Stefan May, am Erfolg des letzten Jahres anschließen zu können: „Diesen Erfolg wollen wir in diesem Jahr natürlich wiederholen.“

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