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Humvee mit installiertem ADS Die kalte Pizza von gestern oder der Fertigauflauf, alles kurz in die Mikrowelle und bei dem Piepen ist das Essen fertig. Mikrowellenherde erwärmen energiesparend Essen dank der Mikrowellenstrahlung. Genial, dachten sich dabei wahrscheinlich auch Physiker der US-Armee und bauten eine größere Form der Mikrowelle für den Kriegseinsatz. Das Active Denial System (ADS) beschießt potenzielle Gegner mit elektromagnetischer Strahlung und erhitzt das Gewebe um bis zu 55° Celsius, ist jedoch nicht tödlich.

Kurz: Das Active Denial System ist eine nicht tödliche Anti-Personen Mikrowellenwaffe.

 

Die Entwicklung einer solchen „Strahlenkanone“ wurde von den USA schon in den 1980 Jahren angegriffen, mit einem Budget von 51 Millionen Dollar. Mittlerweile hat der Rüstungskonzern Raytheon, im Auftrag des Pentagon, die Herstellung übernommen. Durch die Masse dieses Systems ist es vorwiegend auf Fahrzeugen, zum Beispiel dem Humvee, montiert. Dieses System sollte spätestens 2010 in Einsatz genommen werden, nun aber doch vorerst in den USA verbleiben.

 

Das Active Denial System arbeitet mit einer Frequenz von 95 Gigahertz, mehr als 38 mal soviel Strahlungsenergie als bei einer handelsüblichen Haus-Mikrowelle. Die elektromagnetischen Strahlen werden über eine Antenne auf Personen, in mehr als 500 Metern Entfernung, oder andere Ziele gerichtet. Daraufhin dringt der Strahl mit Lichtgeschwindigkeit in die oberste Hautschicht ein (ca. 0,4 mm) und heizt die Wassermoleküle binnen Sekunden auf knapp 55° Celsius auf. Dies wird als Schmerzreiz wahrgenommen und soll die angegriffene Person zur Flucht animieren.

Source GlobalSecurity.org

Bei Langzeitschäden und Nebenwirkungen scheiden sich die Geister. Befürworter dieser Waffe bestreiten eine Langzeitschädigung. Kritiker bemängeln, dass Testpersonen keinerlei metallische Gegenstände bei sich tragen durften und weisen auf das Risiko der Bewegungsfreiheit (z.B. in einer Menschenmenge) hin.

 

 

Von Nathanael Meyer

Ich bin der Gründer und Chefredakteur von PolTec-Magazin und Student an der Technischen Hochschule Nürnberg GSO im Fach Technikjournalismus und Technik-PR (seit dem Wintersemester 12/13).
Gerne folgt mir auch auf meinen sozialen Kanälen 🙂
Ich bin der Gründer und Chefredakteur von PolTec-Magazin und Student an der Technischen Hochschule Nürnberg GSO im Fach Technikjournalismus und Technik-PR (seit dem Wintersemester 12/13). Gerne folgt mir auch auf meinen sozialen Kanälen :)

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