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What hath God wrought“ – das waren die ersten Worte, die mittels eines elektrischen Schreibtelegraphen gesendet wurden. Am 24. Mai 1844 telegraphierte Samuel Morse diesen Satz von einem Amtszimmer in Washington D.C. zu einem Postbüro in das 64 Kilometer entfernte Baltimore.

Der Erfinder Samuel F. B. Morse

Samuel_Morse_1840

Foto: Smithsonian Photography Search / wikimedia

Samuel Finley Breese Morse wurde 1791 in Charleston, Massachusetts, geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Buchhändler und studierte an der Yale Universität in New Haven. Dort hörte er erstmals auch Vorlesungen über Elektrizität. Bereits mit 20 Jahren verließ er die Universität und widmete sich seiner Leidenschaft: der Kunst. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Porträtmaler und Bildhauer. Um mehr über die Kunst zu lernen, reiste Morse für ein paar Jahre nach Europa. Den größten Teil dieser Zeit verbrachte er in London. Dort malte er hauptsächlich Kopien nach Werken berühmter Künstler, die sich auch gut verkauften. Er erhielt auf dieser Reise viele Anregungen und verbrachte auch Zeit in internationalen Künstlerkreisen Doch der richtige Durchbruch als Maler gelang ihm nicht.

Auf seiner Rückreise im Herbst 1832 lernte er einen Mediziner kennen, mit dem er sich über elektrische Geräte unterhielt, und wie man mit diesen Signale übertragen könnte. Bereits zu diesem Zeitpunkt entwickelte Morse die Idee, einen Apparat zu konstruieren, mit dem man Nachrichten mit Hilfe von Elektrizität übertragen kann.

Die Geschichte der elektrischen Telegraphie

Seit der Zeit der französischen Revolution wurde die optische Telegraphie bereits flächendeckend genutzt. Sie basierte auf dem Übermitteln von Zeichen mit Hilfe von schwenkbaren Signalarmen. Das Übertragen der optischen Signale war allerdings sehr aufwändig, und vor allem abhängig von Wetter, Tageslicht und der Verfügbarkeit von genügend Menschen. Denn wurde über eine längere Distanz telegraphiert, musste jeder Posten in der Reihe des zu überwindenden Weges besetzt sein. Meist waren die Menschen auf Türmen und anderen Anhöhen postiert. Außerdem waren die übermittelten Nachrichten selten geheim, da sie für alle, die daran Interesse hatten, sichtbar waren.

Mitte des 18. Jahrhunderts erwarb man schließlich die Erkenntnis, dass sich elektrischer Strom entlang von Leitern bewegt. Das war eine wichtige Voraussetzung für das Entstehen von elektrischer Telegraphie.

Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts gab es eine erste Konstruktion eines elektrischen Telegraphen, den Samuel von Sömmering entwickelte. Mit seinem Modell wurde jedes einzelne Zeichen durch einen eigenen Leiter übertragen und die Signale durch elektrochemische Zersetzung des Wassers übermittelt.

Als Michael Faraday im Jahr 1831 die elektromagnetische Induktion entdeckte, folgte eine Vielzahl von Versuchen, diverse elektrische Telegraphen zu konstruieren. Beispielsweise führten Wilhelm Weber und Carl Friedrich Gauß im Jahr 1833 erste Versuche mit einem elektromagnetischen Telegraphen in Göttingen durch. Sie übertrugen Nachrichten mittels Spannungsimpulsen. Zwei Jahre später entwickelte Paul Freiherr Schilling von Canstadt einen Nadeltelegraphen. Die Signale wurden durch eine kompassähnliche Magnetnadel übertragen, die durch ihre Ausschläge die Ziffern eins bis zehn anzeigte. Diesen Nadeltelegraphen bekam der Engländer William Cooke zu Gesicht, und entwickelte daraufhin im Jahr 1837 die erste Signalleitung für eine Eisenbahnstrecke in England. Der erste Drucktelegraph wurde von Carl August von Steinheil im Jahr 1836 konstruiert.

Alle diese Erfindungen und Modelle waren einzelne Vorreiter, bis Samuel Morse kurze Zeit später der Durchbruch in der Geschichte der elektrischen Telegraphie gelang.

  1. werner von siemens Antworten

    Samuel_Morse_1840
    Foto: Smithsonian Photography Search / wikimedia

    Samuel Finley Breese Morse wurde 1791 in Charleston, Massachusetts, geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Buchhändler und studierte an der Yale Universität in New Haven. Dort hörte er erstmals auch Vorlesungen über Elektrizität. Bereits mit 20 Jahren verließ er die Universität und widmete sich seiner Leidenschaft: der Kunst. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Porträtmaler und Bildhauer. Um mehr über die Kunst zu lernen, reiste Morse für ein paar Jahre nach Europa. Den größten Teil dieser Zeit verbrachte er in London. Dort malte er hauptsächlich Kopien nach Werken berühmter Künstler, die sich auch gut verkauften. Er erhielt auf dieser Reise viele Anregungen und verbrachte auch Zeit in internationalen Künstlerkreisen Doch der richtige Durchbruch als Maler gelang ihm nicht.

    Auf seiner Rückreise im Herbst 1832 lernte er einen Mediziner kennen, mit dem er sich über elektrische Geräte unterhielt, und wie man mit diesen Signale übertragen könnte. Bereits zu diesem Zeitpunkt entwickelte Morse die Idee, einen Apparat zu konstruieren, mit dem man Nachrichten mit Hilfe von Elektrizität übertragen kann.

    Die Geschichte der elektrischen Telegraphie

    Seit der Zeit der französischen Revolution wurde die optische Telegraphie bereits flächendeckend genutzt. Sie basierte auf dem Übermitteln von Zeichen mit Hilfe von schwenkbaren Signalarmen. Das Übertragen der optischen Signale war allerdings sehr aufwändig, und vor allem abhängig von Wetter, Tageslicht und der Verfügbarkeit von genügend Menschen. Denn wurde über eine längere Distanz telegraphiert, musste jeder Posten in der Reihe des zu überwindenden Weges besetzt sein. Meist waren die Menschen auf Türmen und anderen Anhöhen postiert. Außerdem waren die übermittelten Nachrichten selten geheim, da sie für alle, die daran Interesse hatten, sichtbar waren.

    Mitte des 18. Jahrhunderts erwarb man schließlich die Erkenntnis, dass sich elektrischer Strom entlang von Leitern bewegt. Das war eine wichtige Voraussetzung für das Entstehen von elektrischer Telegraphie.

    Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts gab es eine erste Konstruktion eines elektrischen Telegraphen, den Samuel von Sömmering entwickelte. Mit seinem Modell wurde jedes einzelne Zeichen durch einen eigenen Leiter übertragen und die Signale durch elektrochemische Zersetzung des Wassers übermittelt.

    Als Michael Faraday im Jahr 1831 die elektromagnetische Induktion entdeckte, folgte eine Vielzahl von Versuchen, diverse elektrische Telegraphen zu konstruieren. Beispielsweise führten Wilhelm Weber und Carl Friedrich Gauß im Jahr 1833 erste Versuche mit einem elektromagnetischen Telegraphen in Göttingen durch. Sie übertrugen Nachrichten mittels Spannungsimpulsen. Zwei Jahre später entwickelte Paul Freiherr Schilling von Canstadt einen Nadeltelegraphen. Die Signale wurden durch eine kompassähnliche Magnetnadel übertragen, die durch ihre Ausschläge die Ziffern eins bis zehn anzeigte. Diesen Nadeltelegraphen bekam der Engländer William Cooke zu Gesicht, und entwickelte daraufhin im Jahr 1837 die erste Signalleitung für eine Eisenbahnstrecke in England. Der erste Drucktelegraph wurde von Carl August von Steinheil im Jahr 1836 konstruiert.

    Alle diese Erfindungen und Modelle waren einzelne Vorreiter, bis Samuel Morse kurze Zeit später der Durchbruch in der Geschichte der elektrischen Telegraphie gelang.

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