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Eine dreiteilige Reihe zur Entwicklung der organisierten Kriminalität in Deutschland – Teil II

 

„Die Mafia ist in Deutschland absurd sicher“, so titelte die Online-Ausgabe der Zeitung „Die Welt“ vergangenes Jahr im Mai. Verkennt Deutschland das akute Mafia Problem. Sicher ist, die Mafia ist nicht mehr nur ein italienisches Problem. Teil 2 erläutert die Frage, wieso die Mafia sich in Deutschland so sicher fühlt und was man dagegen unternehmen könnte.

Symbolbild (c) Pixelio/Rainer Sturm

Symbolbild (c) Pixelio/Rainer Sturm

Immer wieder und vermehrt rücken mafiöse Banden in den Blickwinkel deutscher Fahnder. Das organisierte Verbrechen profitiert von der Globalisierung und der Europäischen Union. Experten vermuten, dass Deutschland mittlerweile der bevorzugte Planungs- und Rückzugsraum der großen italienischen Mafia ist.

In Italien, dem Geburtsland der Mafia, gibt es im Vergleich zu der Bundesrepublik einige Gesetze um es Angehörigen der Verbrechersyndikate schwerer zu machen.

So ist der Tatbestand einer Mitgliedschaft in der Mafia bereits ein schwerwiegendes Verbrechen, weiterhin ist es in Italien legal Mafiabesitzt zu konfiszieren. Ein weiteres Mittel der italienischen Justiz ist das Abhören von Telefonaten. „Das Abhören von Telefonaten ist außerordentlich wichtig. Auch die Kronzeugenregelungen sind notwendig.“, sagte der italienische Soziologe Nando dalla Chiesa im Gespräch mit der TAZ.

 

Deutschland, das Land in dem man Geschäfte machen kann.

Der Bundesadler (c) Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft IESM  / pixelio.de

Der Bundesadler (c) Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft IESM / pixelio.de

 

„Die deutschen Häfen sind aus Sicht der Drogenkartelle die besten, denn dort wird am wenigsten kontrolliert. Rostock spielt zum Beispiel eine wichtige Rolle.“, sagte Roberto Saviano der Zeitung Die Welt. Doch warum ist das so? Schwierig zu beantworten.

 

Mögliche Thesen:

Das Thema Drogenhandel und Drogenkriminalität sind in Deutschland zu wenig von kritischen Medien vertreten.

Die beiden Themen finden im Wahlkampf keinerlei Bedeutung.

Die deutsche Polizei hat nicht die möglichen Mittel um dagegen strikt Vorzugehen.

 

Keine dieser Thesen trifft alleine zu, doch alle drei zusammen machen es für die Kartelle einfach Geld und Drogen in Deutschland zu waschen.

Auch die Angst mit heiklen Themen die Wähler zu beunruhigen ist ein Problem in der deutschen Mafia Bekämpfung. So stellt die Partei Die Linke öfter die Forderung nach härteren Maßnahmen aber ohne die Bereitschaft die Konsequenzen zu tragen. Der Wunsch nach einem härteren Vorgehen gegen die Mafia steht oft der Angst Freiheitsrechte zu verletzen gegenüber. Im Interview der TAZ sagte Nando dalla Chiesa: „Als in Italien der Maxi-Prozess stattfand, hatte ich ein Treffen mit Intellektuellen in Bremen. Ihr Vorwurf: Es ist Faschismus, mehr als 400 Personen auf einmal vor Gericht zu stellen. Für uns aber war es die Verteidigung der Demokratie gegen den Faschismus der Mafia.“

Was sollte im deutschen Justiz-System geändert werden um der Mafia wirkungsvoller entgegenzutreten? Soll die Mitgliedschaft in einer mafiösen Organisation unter Strafe gestellt werden? Schreibt eure Meinung unten in die Kommentare.

Teil I: Deutschland und die Mafia

Teil III nächsten Montag bei PolTec-Magazin.de

Ich bin der Gründer und Chefredakteur von PolTec-Magazin und Student an der Technischen Hochschule Nürnberg GSO im Fach Technikjournalismus und Technik-PR (seit dem Wintersemester 12/13).
Gerne folgt mir auch auf meinen sozialen Kanälen 🙂
Ich bin der Gründer und Chefredakteur von PolTec-Magazin und Student an der Technischen Hochschule Nürnberg GSO im Fach Technikjournalismus und Technik-PR (seit dem Wintersemester 12/13). Gerne folgt mir auch auf meinen sozialen Kanälen :)

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