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Sie ziehen mordend durch die Gegend, kämpfen gehen ein schlecht ausgerüstetes Herr. Sie erpressen und rauben, klauen Mädchen und verheiraten sie mit eigenen Kämpfern. Töten Muslime, Christen und finden dennoch Zulauf.

Teil II: Terror in der Welt – Heute: Boko Haram

Die Anfänge

Symbolbild

Symbolbild

Mit der Einrichtung des Trainingslagers „Afghanistan“, im Jahre 2004, machte Boko Haram das erst mal von sich reden. Im Zuge dessen begann die Terrororganisation gezielt junge Männer anzuwerben und militärisch auszubilden. Trotz Warnungen des Imam, reagierte die nigerianische Regierung nicht. Erst fünf Jahre später agierte die Staatsmacht und kündigte Patrouillen in Maiduguri an und verbot das Motorradfahren bei Nacht, um sogenannte „Drive-By-Shootings“ zu verringern. Im September 2010 griff die Boko Haram, in einer groß angelegten Aktion ein Gefängnis an und befreiten unter anderem 150 Mitglieder.

Boko Haram sieht sich als Ableger der afghanischen Taliban und fordert ein Ende der westlichen Bildung und des westlichen Einflusses. Auch freie Wahlen lehnen sie ab. Seit Ende 2010 nennt sich die Boko Haram offiziell „Jama’atu Ahlis Sunna Lidda’awati wal-Jihad“, was wörtlich übersetzt heißt: „Vereinigung der Sunniten für den Ruf zum Islam und für den Dschihad“.

 

Die Anschläge

Die Gruppe wird von einem Rat von 20 Männer, die sich selbst die Shura nennen, geleiet. Diesen Männern werden Kontakte in den Tschad und Kamerun nachgesagt. Boko Haram soll des weiteren Verbindungen zu Al-Qaida in Maghreb / Somalia und zu weiteren Terrorcamps in Afghanistan unterhalten. In den Jahren 2011 und 2012 bekannten sie sich zu vielen Anschlägen in Nigeria, unter anderem auch zu der Anschlagsserie, die um die Präsidentschaftswahl stattfand.

Aufgrund zunehmender Gewalt, rief der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan im Mai 2013 für einige Gebiete den Notstand aus und ließ tausende Soldaten, sowie zusätzliches Gerät in die Region verlegen. Durch den gestiegenen Druck auf die Terrorgruppe, versuchten sie nun noch verdeckter zu operieren. Trotzdem kam es immer öfter zu Zusammenstößen mit dem nigerianischen Militär oder freiwilligen Bürgerwehren. In einem Brief an den Präsidenten Kameruns, drohte Boko Haram Anführer Muhammad Abubakar, falls kamerunische Streitkräfte weiterhin bei Kämpfen zwischen Boko Haram und nigerianischen Streitkräften im Grenzgebiet, auf Seiten der nigerianischen Streitkräfte kämpfen würden oder auf, sich zurückziehende Boko Haram Kämpfer nach Kamerun schießen würden, müsse er Kamerun „mit dem er sonst kein Problem“ habe den Krieg erklären.

Goodluck Jonathan. Foto: wikimedia commons / World Economic Forum. . swiss-image.ch/Photo Remy Steinegger. Lizens: CC BY-SA 2.0

Goodluck Jonathan. Foto: wikimedia commons / World Economic Forum. . swiss-image.ch/Photo Remy Steinegger. Lizens: CC BY-SA 2.0

Trotz massiven Vorgehens der nigerianischen Streitkräfte, konnte Boko Haram weitere Angst in der Bevölkerung schüren. So überfielen sie mehrere Schulen und forderten die Mädchen auf die Schule abzubrechen und zu heiraten. Oft wurden die Mädchen im Anschluss in Nachbarländer verkauft, Quellen sprechen dabei von einem Preis von umgerechnet etwa neun Euro pro Mädchen. Für einen Aufschrei, außerhalb von Nigerias, sorgte ein Überfall auf ein Wohnheim im April. Als Soldaten verkleidet überfiel eine Gruppe Boko Haram Kämpfer die Schule und nahm 200 Schülerinnen mit. Etwa 44 sollen bisher entkommen sein. Die Boko Haram führt in besetzten Gebieten immer wieder ethnische Säuberungen durch, in denen sie moderate Muslime und Christen töten.

 

Das Versagen der Regierung

Die Opposition wirft der Regierung und dem Militär ein Totalversagen vor. So sei die Moral, sowie Ausrüstung des nigerianischen Heers in horrendem Zustand. Zu diesem Versagen trage die allgegenwärtige Korruption bei, die Staatsmänner erpressbar macht. Dazu kommt, dass das Militär nicht besser sei als die Boko Haram selbst und jeden Bartträger als gefährlich einstufe. Amnesty International stellte mehrere Menschenrechtsverletzungen, der nigerianischen Streitkräfte fest.

 

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Ich bin der Gründer und Chefredakteur von PolTec-Magazin und Student an der Technischen Hochschule Nürnberg GSO im Fach Technikjournalismus und Technik-PR (seit dem Wintersemester 12/13).
Gerne folgt mir auch auf meinen sozialen Kanälen 🙂
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